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Ehepaarkreis

 

Monatlich trifft sich hier eine Gruppe von etwa 20 Personen, zumeist im frühen Seniorenalter. Trotz des traditionellen Namens kommen auch Alleinstehende zu den Zusammenkünften. Das Programm umfasst biblische, aber auch kulturelle und philosophische Themen, Ausflüge und gesellige Unternehmungen.

nächste Termine: 

Der Kreis trifft sich regelmäßig im Pfarrhaus der Lutherkirche

20. Oktober, 15.00 Uhr, Galerie Kühl
Nordstraße 5, 01099 Dresden
Ausstellungsbesuch mit Prof. Helmut Heinze


17. November, 19.30 Uhr, Pfarrhaus
»Last und Segen der Sterblichkeit« mit
Pfr. Christof Heinze

Mit dem Ehepaarkreis (er)leben

Was sind wir, was haben, können, wollen wir. Geht man dieser Frage nach, so könnte man uns aus heutiger Sicht eher den Findelkindern der Gemeinde zuordnen. Nicht einmal einen genauen „Geburtstag“ unseres Kreises können wir nennen und auch der Name ist nicht mehr plausibel.

Man wird sich aber erinnern, dass die Landeskirche und sehr viele ihrer Kirchgemeinden in den 60er/70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Notwendigkeit erkannten, jenen Gemeindegliedern, die der Jungen Gemeinde entwachsen waren und als Ehepaare in einem Staat mit totalitären Ansprüchen leben mussten, auch weiterhin eine geistige Heimat anzubieten. Viele dieser jungen Menschen waren in der Zwischenzeit verheiratet und hatten schulpflichtige Kinder; und auch viele Pfarrer kannten aus eigenem Erleben die Probleme der Ehepaare, wie auch jener Glieder, die alleinstehend ihren Lebensweg gingen. Für alle diese Menschen wurde in unserer Gemeinde der „Ehepaarkreis“ ins Leben gerufen. Es war von Anfang an unstrittig, dass wir dabei unter der Leitung eines Pfarrers stehen würden, denn wer war sonst in der Lage ein geistiges Zentrum zu definieren? Zum Zeichen unserer Offenheit haben wir uns stets in Räumen der Gemeinde getroffen. Viele der heute jungen Senioren werden sich gewiss gern und dankbar an jene Zeit erinnern, beispielsweise auch an die gemeinsamen Ausflüge oder an die beiden Familienrüstzeiten in Lückendorf.

Im Laufe der Zeit und in dem Maße wie unsere Kinder dem schulpflichtigen Alter entwuchsen, wandelten sich die Themenschwerpunkte und damit auch das Interesse am Ehepaarkreis; es wurden aktuell andere Akzente gesetzt. Bis heute ist es jedoch unser großes Anliegen geblieben, sich unter den täglichen und sich wandelnden Bedingungen bewusst zu machen, dass wir unsere „Straße getrost ziehen“ (Apg 8,39) können. Dazu sind uns als Christen alle Voraussetzungen an die Hand gegeben. Mit unseren Themen möchten wir dies in den Mittelpunkt rücken, wie auch Fragen und Stolpersteine, die uns die Sicht auf das Zentrum trüben. So haben wir uns auf einer Rüstzeit in Kohren-Salis mit Fragen der Paradoxa beschäftigt, also mit Dingen, die sich mit unserem Verstand nicht erklären lassen aber dennoch in unserem Dasein real existieren. Meilensteine sind ebenfalls die Jahresausflüge, besonders jene, an denen wir das Thema eines Abends durch örtliche Eindrücke vertiefen. Hervorgehoben sei hier die „Leisniger Kastenordnung“ (ältestes evangelisches Sozialpapier) aus dem Jahr 1523, zu der Luther selbst einen überaus aufschlussreichen Kommentar geschrieben hat, und dazu ein Ausflug nach Leisnig (mit Kloster Buch), wo der historische Rahmen für dieses einmalige Dokument eindrucksvoll erlebbar wird. Es gehört aber auch zu unserem Wesen, dass wir gelegentlich schmunzeln und lachen: Über die Welt und über uns selbst.

Wir treffen uns einmal im Monat, planmäßig am 3. Freitag, im Pfarrhaus. Dazu wird halbjährlich ein Themenplan erarbeitet, der allgemein zugängig im Pfarramt vorliegt. Für die Vorbereitung der Abende und Ausarbeitung der Pläne hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die auch in weitem Umfang dem Pfarrer die „handwerkliche Kleinarbeit“ abnimmt, wenn nur die geistige Leitung und Verantwortung in seiner Hand – somit unter dem Dach der Kirchgemeinde - bleibt.

Horst Beyer
Radebeul, am 01. November 2015

 letzte Aktualisierung: 19.09.2017
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