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Aussiedlertreff

Hier haben Spätaussiedler einen Treffpunkt, um ihre Sorgen zu teilen, Geselligkeit zu pflegen und über religiöse und lebenspraktische Themen nachzudenken. Die Gruppe trifft sich monatlich oder zu besonderen Unternehmungen. Die Teilnehmenden kommen aus den Einzugsbereichen der Luther- und der Friedenskirche.

Nächste Termine

11. Oktober, 19 Uhr Gemeindehaus, Lutherkirche 8. November, 19 Uhr Luthersaal, Friedenskirche

 

 

Rückblick Spätaussiedlerfahrt ins Erzgebirge

Ein strahlender Sommertag im Erzgebirge
Am 22. Juni 2019 begab sich eine Gruppe von Spätaussiedlern auf Entdeckungsfahrt in das wunderschöne Erzgebirge.
Mit seinem berühmtem Miniaturpark „Klein Erzgebirge“ war Oederan unser erstes Ziel. Mit über 200 Exponaten zeigt der Park die Architektur und Wirtschaft des Erzgebirges. Seine Tradition reicht bis 1930 zurück.
Aus Holz gefertigte Gebäude und Figuren beeindrucken, besonders wassergetriebene Szenarien oder eine Modelleisenbahn, an anderer Stelle wird im Sägewerk fleißig gearbeitet. Die Erklärungen von zwei Mitgliedern, des ehrenamtlich geführten Vereines zeigten uns, welche Freude sie an diesem Werk haben. Auch Schloss Augustusburg, das nächste Ziel unserer Ausfahrt, konnten wir schon in Miniatur sehen.
Vor unserer Weiterfahrt war Zeit für eine Pause und später zu einer Andacht in der Kirche. Der Turm der Stadtkirche zu Oederan (und einer Orgel von Silbermann)  ist mit seinen 65 Meter weithin sichtbar. Herr Sauer hielt seine Andacht zum Thema „Vertrauen“. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Augustusburg.
Hoch oben auf dem Schellenberg befindet sich das Jagdschloss Augustusburg. Unter der Regentschaft des Kurfürsten August (albertinische Linie der Wettiner)  errichte man die Burg 1567-1572. Ein netter Burgführer erzählte uns viel Interessantes aus Geschichte und Gegenwart. Die Schlosskappelle im Renaissancestil mit seinem Altargemälde von Lucas Cranach d. J. ist ein Höhepunkt.
Um das Wasser auf den Schlossberg zu befördern, hat man einen 130 Meter tiefen Brunnen in den Fels geschlagen – eine unvorstellbar schwere Arbeit im 16. Jahrhundert!
Zum Abschluss dieser tollen Führung gab es dann noch eine „Wasserverkostung im Brunnenhaus“. Und schon war es wieder Zeit, die Heimreise anzutreten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Firma Kreisel und den Fahrer Herrn Wolf.
PS: Wenige Tage nach unserer Exkursion bekam nun die Montanregion Erzgebirge den UNESCO Weltkulturerbetitel verliehen!

Petra Fude

Ein Grußunserer Spätaussiedler

Alles begann in den 90er Jahren in Radebeul.
Wir waren dankbar, dass wir hier auf Pfarrerin Brigitte Schleinitz von der Radebeuler Friedenskirchgemeinde getroffen sind. Das war damals im Advent, und sie machte uns mit den Inhalten und Traditionen des Weihnachtsfestes vertraut. Mit ihrer Unterstützung konnten zwei Frauen einen ersten Arbeitsplatz finden. Brigitte Schleinitz hat auch bald die Lutherkirchgemeinde in die Arbeit mit uns einbezogen. Diese Zusammenarbeit gibt es bis heute. Nach dem Wegzug von Familie Schleinitz hat Pfarrer Salzmann die Arbeit mit u n s  Spätaussiedlern weitergeführt, in der Lutherkirche tut dies bis heute Pfarrer Heinze. Unser ganz besonders herzlichen Dank gebührt denen, die diese Arbeit mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen: Frau Wirth, dem Ehepaar Sauer und Frau Fude. Mehr als 20 Jahre begleiten uns die ehemaligen Russischlehrerinnen Frau Wirth und Frau Sauer, sozusagen von den ersten Schritten an, die wir in Deutschland taten. Wann immer sie gebraucht wurden, waren sie mit ihren
Sprachkenntnissen zur Stelle – bei Behördengängen, im Krankenhaus, im
Kreißsaal, im damaligen Aussiedlerheim, wenn nötig auch im Gerichtssaal oder im Gefängnis. Diese Unterstützung war nicht selbstverständlich und hat es uns sehr erleichtert, in Deutschland anzukommen und uns einzuleben. Für die uneigennützige Hilfe, die bis heute mit vielen Stunden Freizeit verbunden ist, sind wir den beiden Frauen von Herzen dankbar! Pfarrer Heinze
hat uns im Laufe der Jahre viele interessante Erlebnisse mit der Kunst und im Theater vermittelt, und wir konnten so auch Anteil nehmen an den Kontakten der Lutherkirche mit der Partnergemeinde in Rumänien. Neben den vielen schönen Begegnungen in beiden Kirchen erinnern wir uns gern an zahlreiche Exkursionen, bei denen wir unter anderem Herrnhut, Naumburg, Annaberg- Buchholz, Berlin, Görlitz, Leipzig, die Festung Königstein oder das Schloss Weesenstein kennengelernt haben. Hier möchten wir Frau Fude ganz besonders danken. Sie hat alle Ausflüge organisiert und vor Ort so großartig vorbereitet, dass sie zu bleibenden Erlebnissen geworden sind. Herr Sauer hat
d i e E x kur s ione n mit gut durchdachten Andachten und einer passenden Liedauswahl bereichert. Wir sind dankbar für so viel Liebe von Menschen, die uns ihre Zeit, ihre tatkräftige Hilfe und ihr Wissen geschenkt haben. So haben viele von uns gelernt, ihre neue Heimat zu schätzen und zu lieben.

Lidia Schneider und Olga Wasmut

 letzte Aktualisierung: 25.09.2019
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