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Aussiedlertreff

Hier haben Spätaussiedler einen Treffpunkt, um ihre Sorgen zu teilen, Geselligkeit zu pflegen und über religiöse und lebenspraktische Themen nachzudenken. Die Gruppe trifft sich monatlich oder zu besonderen Unternehmungen. Die Teilnehmenden kommen aus den Einzugsbereichen der Luther- und der Friedenskirche.

Nächster Termin:

8. Mai 2020, 19.00 Uhr, Pfarrhaus der Lutherkirchgemeinde Radebeul

 

 

Impressionen in Pirna

Am Vortag zum 1. Advent 2019 begab sich eine Gruppe von Spätaussiedlern in die Stadt vom Sandstein, genannt auch das Tor in die Sächsische Schweiz, Pirna. Bei angenehmen Wetter liefen wir vom Bahnhof direkt zum Canalettohaus (hier hängen Reproduktionen mit Pirnaer Stadtansichten des Malers Bernardo Bellotto, dem Treffpunkt mit unseren zwei Stadtführern. Der Duft verschiedener Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt, begleitete uns bei der Besichtigung der reich verzierten Häuser im Renaissancestil. Die bürgerliche Mitte des Marktplatzes ist das Rathaus mit einer sehr interessanten astronomischen Uhr.

An die verheerenden Fluten von 2002 und 2013 erinnern an verschiedenen Stellen Hochwassermarken. Später kamen wir zum Geburtshaus des Dominikanermönchs Johannes Tetzel. In dem liebevoll sanierten Gebäude befindet sich die älteste mittelalterliche Bohlenstube aus dem 14. Jahrhundert. Das besondere Internat (binational  deutsch/tschechisch) besichtigten wir ebenfalls. Es besteht aus fünf ehemaligen Bürgerhäusern. In so einer schönen Einrichtung leben zu können, bereitet bestimmt Freude. Natürlich kam auch die dunklen Seiten der Geschichte Pirnas zur Sprache – auf der Festung Sonnenstein wurden im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nazis etwa 15000 Menschen vergast. Einfach unvorstellbar!

Die Stadtführung war große Klasse – auch weil wir verschiedene Gebäude von innen sehen konnten. Schon war es Mittag und Zeit für eine Stärkung – natürlich auf dem Weihnachtsmarkt. Später gingen wir zur Stadtkirche St. Marien, welche die Stadtsilhouette eindrucksvoll prägt. Der Bau dieser spätgotischen Hallenkirche geht auf das 16. Jahrhundert zurück. In der Kirche erlebten wir einen besonderen Höhepunkt. Herr Wirth erklärte uns sehr anschaulich die Orgel und spielte darauf einige kleine Stücke. Es ist unheimlich beeindruckend, direkt neben der Orgel zu stehen mit Blick auf das Kirchenschiff und seinen Sandsteinaltar. Dieses Mal konnten wir unsere traditionellen Weihnachtslieder in Begleitung der Orgel singen.

Zum Ende unserer Exkursion und auf der Heimfahrt lautete das Resümee auch dieses Mal – wie schön und abwechslungsreich ist doch unsere Heimat.

Rückblick Spätaussiedlerfahrt ins Erzgebirge

Ein strahlender Sommertag im Erzgebirge
Am 22. Juni 2019 begab sich eine Gruppe von Spätaussiedlern auf Entdeckungsfahrt in das wunderschöne Erzgebirge.
Mit seinem berühmtem Miniaturpark „Klein Erzgebirge“ war Oederan unser erstes Ziel. Mit über 200 Exponaten zeigt der Park die Architektur und Wirtschaft des Erzgebirges. Seine Tradition reicht bis 1930 zurück.
Aus Holz gefertigte Gebäude und Figuren beeindrucken, besonders wassergetriebene Szenarien oder eine Modelleisenbahn, an anderer Stelle wird im Sägewerk fleißig gearbeitet. Die Erklärungen von zwei Mitgliedern, des ehrenamtlich geführten Vereines zeigten uns, welche Freude sie an diesem Werk haben. Auch Schloss Augustusburg, das nächste Ziel unserer Ausfahrt, konnten wir schon in Miniatur sehen.
Vor unserer Weiterfahrt war Zeit für eine Pause und später zu einer Andacht in der Kirche. Der Turm der Stadtkirche zu Oederan (und einer Orgel von Silbermann)  ist mit seinen 65 Meter weithin sichtbar. Herr Sauer hielt seine Andacht zum Thema „Vertrauen“. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Augustusburg.
Hoch oben auf dem Schellenberg befindet sich das Jagdschloss Augustusburg. Unter der Regentschaft des Kurfürsten August (albertinische Linie der Wettiner)  errichte man die Burg 1567-1572. Ein netter Burgführer erzählte uns viel Interessantes aus Geschichte und Gegenwart. Die Schlosskappelle im Renaissancestil mit seinem Altargemälde von Lucas Cranach d. J. ist ein Höhepunkt.
Um das Wasser auf den Schlossberg zu befördern, hat man einen 130 Meter tiefen Brunnen in den Fels geschlagen – eine unvorstellbar schwere Arbeit im 16. Jahrhundert!
Zum Abschluss dieser tollen Führung gab es dann noch eine „Wasserverkostung im Brunnenhaus“. Und schon war es wieder Zeit, die Heimreise anzutreten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Firma Kreisel und den Fahrer Herrn Wolf.
PS: Wenige Tage nach unserer Exkursion bekam nun die Montanregion Erzgebirge den UNESCO Weltkulturerbetitel verliehen!

Petra Fude

Ein Grußunserer Spätaussiedler

Alles begann in den 90er Jahren in Radebeul.
Wir waren dankbar, dass wir hier auf Pfarrerin Brigitte Schleinitz von der Radebeuler Friedenskirchgemeinde getroffen sind. Das war damals im Advent, und sie machte uns mit den Inhalten und Traditionen des Weihnachtsfestes vertraut. Mit ihrer Unterstützung konnten zwei Frauen einen ersten Arbeitsplatz finden. Brigitte Schleinitz hat auch bald die Lutherkirchgemeinde in die Arbeit mit uns einbezogen. Diese Zusammenarbeit gibt es bis heute. Nach dem Wegzug von Familie Schleinitz hat Pfarrer Salzmann die Arbeit mit u n s  Spätaussiedlern weitergeführt, in der Lutherkirche tut dies bis heute Pfarrer Heinze. Unser ganz besonders herzlichen Dank gebührt denen, die diese Arbeit mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen: Frau Wirth, dem Ehepaar Sauer und Frau Fude. Mehr als 20 Jahre begleiten uns die ehemaligen Russischlehrerinnen Frau Wirth und Frau Sauer, sozusagen von den ersten Schritten an, die wir in Deutschland taten. Wann immer sie gebraucht wurden, waren sie mit ihren
Sprachkenntnissen zur Stelle – bei Behördengängen, im Krankenhaus, im
Kreißsaal, im damaligen Aussiedlerheim, wenn nötig auch im Gerichtssaal oder im Gefängnis. Diese Unterstützung war nicht selbstverständlich und hat es uns sehr erleichtert, in Deutschland anzukommen und uns einzuleben. Für die uneigennützige Hilfe, die bis heute mit vielen Stunden Freizeit verbunden ist, sind wir den beiden Frauen von Herzen dankbar! Pfarrer Heinze
hat uns im Laufe der Jahre viele interessante Erlebnisse mit der Kunst und im Theater vermittelt, und wir konnten so auch Anteil nehmen an den Kontakten der Lutherkirche mit der Partnergemeinde in Rumänien. Neben den vielen schönen Begegnungen in beiden Kirchen erinnern wir uns gern an zahlreiche Exkursionen, bei denen wir unter anderem Herrnhut, Naumburg, Annaberg- Buchholz, Berlin, Görlitz, Leipzig, die Festung Königstein oder das Schloss Weesenstein kennengelernt haben. Hier möchten wir Frau Fude ganz besonders danken. Sie hat alle Ausflüge organisiert und vor Ort so großartig vorbereitet, dass sie zu bleibenden Erlebnissen geworden sind. Herr Sauer hat
d i e E x kur s ione n mit gut durchdachten Andachten und einer passenden Liedauswahl bereichert. Wir sind dankbar für so viel Liebe von Menschen, die uns ihre Zeit, ihre tatkräftige Hilfe und ihr Wissen geschenkt haben. So haben viele von uns gelernt, ihre neue Heimat zu schätzen und zu lieben.

Lidia Schneider und Olga Wasmut

 letzte Aktualisierung: 20.03.2020
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