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Aussiedlertreff

Hier haben Spätaussiedler einen Treffpunkt, um ihre Sorgen zu teilen, Geselligkeit zu pflegen und über religiöse und lebenspraktische Themen nachzudenken. Die Gruppe trifft sich monatlich oder zu besonderen Unternehmungen. Die Teilnehmenden kommen aus den Einzugsbereichen der Luther- und der Friedenskirche.

Nächste Termine

22. Juni, Exkursion nach Oederan
25. Juli, 18.30 Uhr, Sommerfest

Ein Grußunserer Spätaussiedler

Alles begann in den 90er Jahren in Radebeul.
Wir waren dankbar, dass wir hier auf Pfarrerin Brigitte Schleinitz von der Radebeuler Friedenskirchgemeinde getroffen sind. Das war damals im Advent, und sie machte uns mit den Inhalten und Traditionen des Weihnachtsfestes vertraut. Mit ihrer Unterstützung konnten zwei Frauen einen ersten Arbeitsplatz finden. Brigitte Schleinitz hat auch bald die Lutherkirchgemeinde in die Arbeit mit uns einbezogen. Diese Zusammenarbeit gibt es bis heute. Nach dem Wegzug von Familie Schleinitz hat Pfarrer Salzmann die Arbeit mit u n s  Spätaussiedlern weitergeführt, in der Lutherkirche tut dies bis heute Pfarrer Heinze. Unser ganz besonders herzlichen Dank gebührt denen, die diese Arbeit mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen: Frau Wirth, dem Ehepaar Sauer und Frau Fude. Mehr als 20 Jahre begleiten uns die ehemaligen Russischlehrerinnen Frau Wirth und Frau Sauer, sozusagen von den ersten Schritten an, die wir in Deutschland taten. Wann immer sie gebraucht wurden, waren sie mit ihren
Sprachkenntnissen zur Stelle – bei Behördengängen, im Krankenhaus, im
Kreißsaal, im damaligen Aussiedlerheim, wenn nötig auch im Gerichtssaal oder im Gefängnis. Diese Unterstützung war nicht selbstverständlich und hat es uns sehr erleichtert, in Deutschland anzukommen und uns einzuleben. Für die uneigennützige Hilfe, die bis heute mit vielen Stunden Freizeit verbunden ist, sind wir den beiden Frauen von Herzen dankbar! Pfarrer Heinze
hat uns im Laufe der Jahre viele interessante Erlebnisse mit der Kunst und im Theater vermittelt, und wir konnten so auch Anteil nehmen an den Kontakten der Lutherkirche mit der Partnergemeinde in Rumänien. Neben den vielen schönen Begegnungen in beiden Kirchen erinnern wir uns gern an zahlreiche Exkursionen, bei denen wir unter anderem Herrnhut, Naumburg, Annaberg- Buchholz, Berlin, Görlitz, Leipzig, die Festung Königstein oder das Schloss Weesenstein kennengelernt haben. Hier möchten wir Frau Fude ganz besonders danken. Sie hat alle Ausflüge organisiert und vor Ort so großartig vorbereitet, dass sie zu bleibenden Erlebnissen geworden sind. Herr Sauer hat
d i e E x kur s ione n mit gut durchdachten Andachten und einer passenden Liedauswahl bereichert. Wir sind dankbar für so viel Liebe von Menschen, die uns ihre Zeit, ihre tatkräftige Hilfe und ihr Wissen geschenkt haben. So haben viele von uns gelernt, ihre neue Heimat zu schätzen und zu lieben.

Lidia Schneider und Olga Wasmut

Unsere Fahrt nach Freiberg 2016

Freiberg – Stadt mit vielen Facetten

Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass sich Spätaussiedler in der Vorweihnachtszeit zu einem Ausflug treffen.

Am 26. November 2016 war es soweit, dieses Mal stand Freiberg auf dem Programm. Pünktlich kamen wir mit dem Zug an, ein kurzer Fußweg ins Zentrum der Stadt folgte. Am Obermarkt angekommen, erwarteten uns am Klatschweiberbrunnen die Stadtführer. An der Kleidung erkannten wir sofort, dass es sich um pensionierte Bergleute handelte.  Ein russischsprachiger Dolmetscher übersetzte mit sehr viel Engagement. 1168 entdeckte man Silber, wodurch Freiberg zu einer der reichsten Städte Sachsens aufstieg. Die Geschichte vom Bergbau ist bis in die Gegenwart sichtbar – befindet sich doch hier die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt (seit 1765), heute bekannt als Berguniversität. Freiberg war auch immer ein Anziehungspunkt für bedeutende Leute, so studierte Michail Lomonossow hier, sein Denkmal sahen wir natürlich und auch wo er wohnte. Beeindruckend sind in Freiberg die Kirchen, die Jakobikirche 57 Meter hoch und zudem auf einer Anhöhe gelegen, besichtigten wir.

Den Abschluss unseres ausgedehnten Stadtrundganges bildete das Schloss Freudenstein. Einst residierten hier die Wettiner, seit 2008 befindet sich hier die Ausstellung „terra mineralia“.

Für eine Besichtigung der grandiosen Sammlung benötigt man Zeit und Muße – sicherlich ein Grund wieder nach Freiberg zu fahren. Nach einer kleinen kulinarischen Pause auf dem Weihnachtsmarkt, begaben wir uns zur Besichtigung vom Dom St. Marien. Ohne Erklärungen im Dom mit seiner „Goldenen Pforte“, Silbermannorgel oder der Tulpenkanzel würde man mit Sicherheit die wichtigen Dinge nicht sehen bzw. interpretieren können. Wir möchten uns recht herzlich bei Familie Sauer für die sehr gelungene Führung im Dom und dem dazugehörigen Kreuzgang bedanken. Im Anblick der „Goldenen Pforte“ hielt Herr Sauer eine kleine Andacht und mit dem Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ stimmten wir uns auf die bevorstehende Adventszeit ein.

Gut gelaunt ging es nun wieder zum Bahnhof. Während der kurzen Bahnfahrt gab es viel Gesprächsstoff und als Fazit kann man sagen – „Das Gute liegt so nah“.

 letzte Aktualisierung: 27.05.2019
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