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Aussiedlertreff

Hier haben Spätaussiedler einen Treffpunkt, um ihre Sorgen zu teilen, Geselligkeit zu pflegen und über religiöse und lebenspraktische Themen nachzudenken. Die Gruppe trifft sich monatlich oder zu besonderen Unternehmungen. Die Teilnehmenden kommen aus den Einzugsbereichen der Luther- und der Friedenskirche.

Nächste Termine

6. Oktober, Friedenskirche, Lutherhaus
3. November, Lutherkirche, Pfarrhaus

Unsere Fahrt nach Naumburg 2017

Ausflug unserer Spätaussiedler
Es war ein frischer, sonniger Samstagmorgen der 17. Juni 2017, als sich eine Gruppe von Spätaussiedlern auf Entdeckertour in eine geschichtsträchtige und landschaftlich reizvolle Gegend begab. Das fast 1000-jährige Naumburg (Sachsen-Anhalt) stand im Mittelpunkt des Tages. Zwei Stadtführerinnen holten uns vom Parkplatz „Vogelwiese“ ab. Auf diesem Festplatz fanden bereits die Vorbereitungen
für das „Hussiten-Kirschfest“ statt. Unser Weg führte uns entlang der alten Stadtbefestigung zum Marktplatz. Wir tangierten das Friedrich Nietzsche Haus, in welchem der Philosoph und Lyriker einige Jahre lebte. Auf dem benachbarten
Holzmarkt steht seit Zehn Jahren ein Denkmal aus Bronze von Nietzsche (geschaffen vom Magdeburger Bildhauer Heinrich
Apel), welches uns sehr beeindruckte. Wenig später standen wir auf dem  Marktplatz, gesäumt von wunderschönen Bürger-und Handelshäusern. Naumburg war durch seine Lage an der Via Regia ein bedeutender Handelsplatz bis der dreißigjährige Krieg diese Blüte zum Erliegen brachte. Unsere zwei Stadtführerinnen
verstanden es ausgezeichnet, uns auf liebevolle Details z.B. an Giebeln und Türen
hinzuweisen. Die Zeit verging leider viel zu schnell, aber den Dom wollten wir uns auch gerne näher ansehen. Mit zwei Führern vom Dom stiegen wir zunächst in die romanische Krypta hinunter, die um 1170 entstand und ein Teil des Vorgängerbaus war. Auf unserem Rundgang entdeckten wir zwei weitere Kunstwerke
von Heinrich Apel – die Franziskustreppe und die Paradiestreppe.
Weltbekannt sind die Figuren der zwölf Stifter und zwei davon besonders – Markgraf Ekkehard II und seine Gemahlin Uta. Sie dominieren den Westchor und sind unheimlich beeindruckend. Wir erfuhren, dass im Naumburger Dom 1542 Martin Luther den ersten lutherischen Bischof der Welt weihte. Im wunderschönen Domgarten endete dann unser Rundgang und hier konnten wir auch unsere Mittagspause machen. Am Nachmittag unternahmen wir noch einen Abstecher nach Bad-Kösen, nur Zehn Fahrminuten von Naumburg entfernt. Eine besondere
Sehenswürdigkeit ist hier das Gradierwerk. Man gewann in dieser Gegend ab 1730 für ca. 100 Jahre Salz, danach war es nicht mehr rentabel. Bis zum heutigen Tag nutzt man diese Anlage für Kurzwecke, hauptsächlich für Inhalationen.
Wenn man an dem imposanten Holzgerüst mit Reisigbündeln (Schwarzdorn) steht,
empfindet man eine angenehme frische Luft durch den feinen Sprühnebel der Sole. Vom Gradierwerk hat man einen wunderschönen Blick auf die Saale, die Kurparkanlagen und die gegenüberliegende Lutherkirche. Vor dem Rückweg zum Bus, sangen wir an diesem schönen Ort das Lied „Katjuscha“. Der Tag verging
viel zu schnell. Resümierend können wir sagen, wieder etwas mehr über die  Geschichte Mitteldeutschlands erfahren zu haben. Pünktlich und sicher chauffierte uns der freundliche Fahrer von Kreisel zurück in die Heimat.

Petra Fude

Unsere Fahrt nach Freiberg 2016

Freiberg – Stadt mit vielen Facetten

Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass sich Spätaussiedler in der Vorweihnachtszeit zu einem Ausflug treffen.

Am 26. November 2016 war es soweit, dieses Mal stand Freiberg auf dem Programm. Pünktlich kamen wir mit dem Zug an, ein kurzer Fußweg ins Zentrum der Stadt folgte. Am Obermarkt angekommen, erwarteten uns am Klatschweiberbrunnen die Stadtführer. An der Kleidung erkannten wir sofort, dass es sich um pensionierte Bergleute handelte.  Ein russischsprachiger Dolmetscher übersetzte mit sehr viel Engagement. 1168 entdeckte man Silber, wodurch Freiberg zu einer der reichsten Städte Sachsens aufstieg. Die Geschichte vom Bergbau ist bis in die Gegenwart sichtbar – befindet sich doch hier die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt (seit 1765), heute bekannt als Berguniversität. Freiberg war auch immer ein Anziehungspunkt für bedeutende Leute, so studierte Michail Lomonossow hier, sein Denkmal sahen wir natürlich und auch wo er wohnte. Beeindruckend sind in Freiberg die Kirchen, die Jakobikirche 57 Meter hoch und zudem auf einer Anhöhe gelegen, besichtigten wir.

Den Abschluss unseres ausgedehnten Stadtrundganges bildete das Schloss Freudenstein. Einst residierten hier die Wettiner, seit 2008 befindet sich hier die Ausstellung „terra mineralia“.

Für eine Besichtigung der grandiosen Sammlung benötigt man Zeit und Muße – sicherlich ein Grund wieder nach Freiberg zu fahren. Nach einer kleinen kulinarischen Pause auf dem Weihnachtsmarkt, begaben wir uns zur Besichtigung vom Dom St. Marien. Ohne Erklärungen im Dom mit seiner „Goldenen Pforte“, Silbermannorgel oder der Tulpenkanzel würde man mit Sicherheit die wichtigen Dinge nicht sehen bzw. interpretieren können. Wir möchten uns recht herzlich bei Familie Sauer für die sehr gelungene Führung im Dom und dem dazugehörigen Kreuzgang bedanken. Im Anblick der „Goldenen Pforte“ hielt Herr Sauer eine kleine Andacht und mit dem Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ stimmten wir uns auf die bevorstehende Adventszeit ein.

Gut gelaunt ging es nun wieder zum Bahnhof. Während der kurzen Bahnfahrt gab es viel Gesprächsstoff und als Fazit kann man sagen – „Das Gute liegt so nah“.

Unsere Fahrt nach Berlin

Es war der erste Junisonntag 2016 (welcher sonnig begann), als sich eine Gruppe von Spätaussiedlern und einigen Gemeindemitgliedern aus der Gruppe junger Senioren auf den Weg nach Berlin begab.

Wohlbehalten (vor allem auch Dank unseres souveränen Busfahrers Herrn Lüdeke von der Fa. Kreisel) kamen wir gegen 10 Uhr in Berlin an. Zunächst besuchten wir das Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow. Es erinnert an die Soldaten der Roten Armee, welche bei der Schlacht um Berlin gefallen sind. Alleine hier haben ca. 7000 Soldaten ihre letzte Ruhestätte.

In Treptow trafen wir uns dann mit unserer Stadtführerin, Frau Angela Kreller. Mit dem Bus ging es nun durch Berlin, was an diesem Tag gar nicht so einfach war. So fand unter anderem eine grosse Sternfahrt von Radfahrern statt. Frau Kreller kannte aber den genauen Zeitplan und so konnten wir ungestört uns den so zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Weges widmen. Vorbei ging es am Alexanderplatz, der grossen Schlossbaustelle und dann zur Prachtpromenade „Unter den Linden“.

Angekommen am Brandenburger Tor, dem Symbol von Trennung und Wiedervereinigung von Ost und West, machten wir, wie viele Menschen aus allen mögliche Teilen der Welt, eine Pause. Anschließend fuhren wir durch das Regierungsviertel, sahen den Hauptstadtbahnhof und weiter ging es in Richtung Tiergarten. Am Zoologischen Garten war dann die Tour leider zu Ende Frau Kreller hat ihre Ausführungen in deutscher und russischer Sprache gemacht, alle waren von ihrer Leistung sehr beeindruckt. Für die Zeit nach dem Mittag hatten wir noch einen weiteren Höhepunkt geplant – die Besichtigung der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Weihe der alten Kirche war im Jahr 1895 zu Ehren Kaiser Wilhelm I. Im 2. Weltkrieg wurde sie zerstört. Nach dem Krieg hat man diese Kirche nicht wieder aufgebaut, sondern eine neue Kirche errichtet.

Sie ist ein sehr eindrucksvolles Mahnmal gegen den Krieg Besonders hervorzuheben ist dabei die Stalingrad-Madonna. Diese Zeichnung schuf Kurt Reuber 1942 in Stalingrad und sie erinnert an die bei der Schlacht von Stalingrad umgekommenen Soldaten auf beiden Seiten. Wie z.B. auch in der Frauenkirche von Dresden befindet sich hier ein Nagelkreuz von Coventry, aber ebenso in Stalingrad (heute Wolgograd). Die Kirchenführerin, Frau Götz, hat uns sehr einfühlsam durch dieses Kirchenensemble geführt. Vieles was wir an diesem Tag besichtigt und gehört haben, stand unter dem Motto, Versöhnung und Frieden!

Am Abend kamen wir wieder gut in der Heimat an, nur die Sonne musste einem recht heftigen Gewitter weichen.                                                                                 Petra Fude

 letzte Aktualisierung: 19.09.2017
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