Druck starten Dieses Fenster schließen

Seite: index.php?id=516
Datum: 13. Dezember 2018 - 02:25 Uhr

Unsere nächsten Veranstaltungen

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 19:30 Uhr, Kirchgemeindehaus

"Erwartung"

Gemeindepädagoge Ludwig Schmidt und die Junge Gemeinde gestalten den Abend.

Sangesfreudige treffen sich um 19:00 Uhr zum gemeinsamen Singen.

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:30 Uhr, Kirchgemeindehaus

Seelsorge in einer bewunderswerten Welt

Polizeiseelsorger Pfarrer Christian Mendt berichtet über seine Erfahrungen aus dem Bereich der Polizei- und Notfallseelsorge.

Sangesfreudige treffen sich um 19:Uhr zum gemeinsamen Singen.

Jahreswanderung 2018

Die vitalen Jungen Senioren haben am 29. September 2018 ihre Herbstwanderung durchgeführt. Herr Wolfgang Jacobi hatte wieder kenntnisreich und fürsorglich eine gute Route ausgesucht. Bei den Meisten enden die Wanderkarten in Meißen; er zeigte uns, dass es hinter Meißen viele nette Örtchen gibt. Mit dem Bus fuhren wir vom Bahnhof vor die Tore von Meißen. Im Jahnatal aufwärts kamen wir mittags im Bergwerksmuseum Mehren an. Eine interessante Führung mit Schaubergwerk zeigte uns, wie bis nach der Wende in Handarbeit Ton und Kaolin für technische Zwecke abgebaut wurde. Heute erfordern die modernen Großraummaschinen die Arbeit in Tagebauen (ausgenommen Minibergwerk Seiliz für das Meißner Porzellan). Über Berg und Tal kamen wir bei strahlender Sonne zu den herrlichen Pechstein-Klippen mit einem wunderbaren Blick über Garsebach auf die Berge. Hier war der richtige Punkt für eine ausgiebige Rast und die Andacht. Abwärts ging es dann von selbst. Das ermüdende Triebischtal konnten wir wieder per Bus bewältigen. So haben wir einen langen bereichernden Tag voller guter Eindrücke und Gespräche erlebt.

Johannes Rothe

Ein kleines Jubiläum

Am Donnerstag, den 13. September 2018, gab es für die Jungen Senioren einen Grund zum Feiern: Wir trafen uns zur 100. Veranstaltung seit der Gründung des Kreises am 5. November 2009.
Staunt man zum einen, wie gefühlt schnell diese neun Jahre vergangen sind, so stimmt uns dieses runde Jubiläum auch froh und zuversichtlich. Sind wir doch in dieser Zeit zu einer gefestigten, sich gut verstehenden und vor allem auch sich immer wieder erweiternden Gemeinschaft zusammengewachsen. Wir trafen uns in der Lutherkirche, weil wir für diese 100. Zusammenkunft keinen besseren Rahmen hätten finden können: Kantor Gottfried Trepte stellte uns an diesem Abend die weitaus ältere "Jubilarin" der Gemeinde, nämlich unsere 125-jährige Orgel vor. So erfuhren wir über sie nicht nur viel Wissenswertes aus historischer und technischer Sicht, sondern konnten auch auf der Empore mit Orgelbegleitung singen. Als wunderschönes Geschenk an uns empfanden wir, dass Kantor Trepte uns Variationen des Paul-Gerhard-Liedes "Geh' aus mein Herz und suche Freud‘ " - ein Werk seines Orgellehrers KMD Gottfried Fischer - zu Gehör brachte. Was wäre eine Jubiläumsveranstaltung aber ohne einen kleinen Rückblick. Dieser wurde als Toast in Versform vorgetragen und soll auch hier noch einmal eine kleine Auswahl von Veranstaltungen der vergangenen Jahre in Erinnerung rufen.

Aus 100 Blumen einen Strauß -
wer sucht da die schönste aus?
100 Stück feinstes Konfekt -
welches hat am besten wohl geschmeckt?

Jeder von Euch wird was anderes nennen,
aber dann gewiss bekennen,
das Schönste und das Beste war
Vielfalt und Qualität fürwahr!

Damals, als Einstieg "Heimat und zu Hause" stand,
es folgte auch ein breites Band
von Themen, die in der Bibel gründen,
von ernst bis heiter war alles zu finden.

Und die Abende in Sachen Kultur
waren doch vom Feinsten nur:
Theaterpredigt, bildende Kunst,
Prof. Heinze mit Inbrunst
uns seine Werke präsentierte.
Seine Frau uns dann entführte
zu schauen hinter die Kulissen.
Das war gelebtes Theaterwissen!

Die Predigtwerkstatt einmal im Jahr,
schon sehr anspruchsvoll fürwahr!

Oder bleibt nicht in Erinnerung,
wie Gisela Walther mit Charme und Schwung
uns ihr Leben offenbarte,
dabei deutsche Geschichte nicht aussparte?

Legendär unser jährliches Sommergrillen,
den Durst mit Häßners Bowle stillen.
Oder wandern auf erprobten Pfaden,
die uns die Herren Kosbab und Jacobi geraten!

Externe Highlights gab's auch viele,
ich nenne euch mal einige Ziele:
Toll war die Afrika-Ausstellung bei Meißen,
wo Herr Beeger uns "Willkommen" geheißen.
Wir besuchten die Orgelwerkstatt Rühle,
hatten auch die Synagoge schon zum Ziele.

Besonders schön empfanden wir
die Pirsch durch Hans Lehners Jagdrevier,
des Waidmanns Werk, vielfältig und bunt
präsentierte uns der Jäger und sein Hund!

Der Besuch einer Straußwirtschaft einmal im Jahr
stellt einen herbstlichen Höhepunkt dar.

Unerwähnt darf auch nicht bleiben
das aufwendige Recherchetreiben
durch die Geschichte der Gemeinde,
was die Doktoren Brink, Petzholtz und Rothe vereinte
und in der Festbroschüre seinen Platz dann fand.

Doch gehen wir weiter durchs Erinnerungsland:
Wir sangen und wir singen gern
besonders Lieder zu Ehren des Herrn.
Dank Hannelore Werners Dirigat
ein kleiner Chor sich gegründet hat.

Manch Abend galt dem Glauben im Zeitgeschehen,
wir wurden gestärkt in unsrem Verstehen.
Dass dies auch so bleibe, ist unsere Bitte,
deshalb bleib Du, Herr, in unserer Mitte!

Evelyn Meier

Der Jäger und sein Hund

Am 30. Juni 2018, einem sonnigen Sonnabendvormittag, folgten die JUNGEN SENIOREN zur Kleinwanderung auf Einladung von Hans Lehner mit seinem Hund Gero ins Revier Moritzburg. Treffpunkt war der Parkplatz am Auer um 9.30 Uhr. Ausgerüstet mit Wanderschuhen und passender Kleidung, im Rucksack das empfohlene Picknick und Getränk für die geplante Pause. Das „Unternehmen“ fand guten Zuspruch, dementsprechend war die Anzahl der Interessenten größer als erwartet, was die Organisatoren sehr freute. Alle waren frohen Mutes in Erwartung des angebotenen Programms. Der Jäger Hans Lehner stellte sein Jagdgebiet (August der Starke jagte hier) und seinen Hund Gero (Deutsch Kurzhaar) vor. Die Wanderung ging rund um die Altenteiche (angelegt um 1530). Diese Einführung war für die JUNGHEN SENIOREN sehr beeindruckend, sollten sie es doch an diesem Vormittag mit einem „Metier“ zu tun bekommen, mit dem sie so direkt auf ihre „alten Tage“ noch keine Berührung hatten! Und ab ging es in den Wald, der mit seiner morgendlichen Frische schon auf die illustre Gesellschaft wartete. Im Hintergrund des Randgebüsches lagen die Baumstämme, die die „wilde Friederike“ umgelegt hatte und die noch durch den Forst aufgearbeitet werden. Da wartet noch eine immense Arbeit. Als wir ein Stück Weg hinter uns hatten, erklärte uns der Jäger, wie der ausgebildete Hund, sozusagen dreisprachig, durch Wort, Geste und Pfiffe reagieren muss. Das beherrschte Gero perfekt. Die erste Station war ein lichtes Waldstück in dem wir miterleben konnten, wie der Jagdhund eine tags zuvor getropfte Schweißspur (Jägersprache: Blut ist Schweiß) ausgearbeitet und ein imitiertes krankgeschossenes Reh gefunden hat. Unsere Route führte zu einer idyllischen Waldwiese. Dort führte Gero eine freie Suche durch und ließ sich weder von uns, noch von den vorbeifahrenden Radlern beirren. Die Essenspause (Jägersprache: Schüsseltreiben) fand an dem Rastplatz statt, an dem der Sächsische Staatsforst nicht nur einen stabilen Tisch mit Bänken, sondern eine sehr geräumige Wanderhütte aufgestellt hat. Das war ein guter Platz und jeder konnte seine Mitbringsel genüsslich verzehren. Bei unseren Wanderungen ist es Tradition, bei einer Andacht mit Lied innezuhalten. Der Jäger Hans Lehner hielt keine Andacht, sondern er führte mit uns ein „Bibelgespräch“ über das 5. Gebot: Du sollst nicht töten. Unsere Seniorengruppe hatte viel dazu zu sagen, z. B., dass im Gebot morden gemeint ist. Auch Albert Schweizers „Ehrfurcht vor dem Leben“ spielte eine große Rolle und die gesetzlichen Regelungen, die der Jäger erläuterte. Wir beendeten die Pause mit fröhlichem Gesang. Was passte da besser als das Lied von Paul Gerhardt: „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Es wurden nur drei Strophen gesungen von den insgesamt 15, wobei jede ein Anrecht auf Anerkennung verdient hätte! In dieser mit Klang erfüllten Stimmung folgte die Gruppe dem Jäger und seinem Hund ans Wasser, den unteren Altenteich. Der Jäger erklärte, was der Hund in punkto Wasserarbeit alles können muss. Einen Ausschnitt davon führte Gero aus, indem er mehrfach eine ins Wasser geworfene Entenattrappe apportieren und ordnungsgemäß im Sitzen ausgeben musste. Sein „Herrchen“ lobte seinen Hund und wir Senioren bedachten beide mit Beifall. Eine weitere Station war die Vorführung einer ca. 1.000 m langen Schleppe, bei der Jagdhund Gero einen durch ziemlich unwegsames Gelände gezogenen Waschbären (schwere Holzattrappe mit Waschbärenfell) finden, bringen und ausgeben musste. Für mich war das eine Meisterleistung! Unser Jagdführer belohnte Gero mit einem „Leckerli“ und die JUNGEN SENIOREN spendeten begeisterten Beifall nach dieser Leistung. Die restliche Wanderstrecke bis zum Stellplatz war erfüllt von fröhlicher Unterhaltung über die erlebten Vorführungen vom Jäger und seinem Hund, mitten in Gottes grünem Revier. Die JUNGEN SENIOREN hatten Einblick in das Waidwesen erhalten und wünschten sich eine Fortsetzung. Hans Lehner freute sich über unser Interesse und versprach uns einen Vortrag über „Jagdkultur und Brauchtum“.

Brigitte Frenzel

Jahreswanderung 2017

Die diesjährige Wanderung der Jungen Senioren führte am 22.April 2017 zum Götzenbusch bei Oelsa. Treffpunkt war um 8:30 Uhr auf dem Lutherkirchplatz. Weil der Startpunkt Poisenwald bei Obernaundorf nicht mit Bussen zu erreichen ist, waren wir auf PKW angewiesen. Die jüngsten Gäste verlebten mit uns einen Tag ihrer Schulferien. Das Aprilwetter war eher winterlich, Regen erlebten wir aber nur im Auto. Die vielen üppigen Blüten überall waren durch Nachtfröste erst mal gestoppt worden. Von der Oelsaer Höhe sehen wir die Quorener Kipse, den Wilisch, den Luchberg (bei Niederfrauendorf)und den Geisingberg. In Oelsa schauten wir kurz in die Ausstellung einer Stuhlwerkstatt hinein. Das Naturdenkmal Götzenbusch (361 m) liegt gegenüber von Oelsa auf der anderen Höhe. Es sind mehrere Klippen aus Rotlehm in Verbindung mit Ton und Sandstein, die es in dieser Form nur noch in Südamerika gibt. Vor der Christianisierung im 10. Jahrhundert wurde hier eine slawische Gottheit verehrt. Hier am Wendepunkt sammelten wir uns zum Picknick und zur Andacht. Der Rückweg ging über den Lerchenberg (425 m), dem höchsten Punkt der Umgebung. Von hier aus konnten wir nun auch das Panorama der Sächsischen Schweiz im Osten und den Keulenberg im Norden relativ gut sehen. Es war eine schöne Frühlings-Wanderung durch das Erzgebirgsvorland, die ständig bergauf und bergab ging und viele nette Gespräche ermöglichte.

Johannes Rothe

 

Nach oben